Spotpreis, Fixing & Terminmarkt – wie entsteht der Goldpreis wirklich?
Was ist der Spotpreis bei Gold? Wie unterscheidet er sich vom Fixing und
Terminmarkt? Eine verständliche Erklärung der Goldpreisbildung.
Wer sich mit Gold oder Silber beschäftigt, stößt schnell auf drei Begriffe: Spotpreis, Fixing und Terminmarktpreis. Auf den ersten Blick wirken sie wie unterschiedliche Preise – tatsächlich beschreiben sie jedoch denselben Marktpreis aus verschiedenen Perspektiven.
Der Spotpreis ist der zentrale Referenzpreis. Er zeigt, zu welchem Preis Gold oder Silber jetzt für sofortige Lieferung gehandelt wird. Dieser Preis entsteht laufend aus Angebot und Nachfrage im weltweiten Handel – sowohl im physischen Markt als auch an hochliquiden Handelsplätzen.
Das Fixing hingegen ist kein eigener Markt, sondern ein Zeitpunkt. Historisch – etwa beim London Gold Fixing – wurde zu festen Uhrzeiten ein Referenzpreis ermittelt, auf den sich Verträge, Abrechnungen und Bewertungen beziehen konnten. Das Fixing ist damit eine Momentaufnahme, kein dauerhaft anderer Preis.
Der Terminmarkt handelt nicht das Metall selbst, sondern Zeit. An Börsen wie der COMEX werden Preise für zukünftige Liefertermine gebildet. Diese spiegeln Erwartungen, Absicherungsstrategien und Marktmeinungen wider – und beeinflussen wiederum den Spotpreis.
Fazit:
Es gibt nicht drei verschiedene Goldpreise.
Es gibt einen Marktpreis, betrachtet aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
