Der Diamantenmarkt erlebt gerade etwas, das jahrzehntelang undenkbar schien:
Die Preise natürlicher Diamanten sind auf den niedrigsten Stand dieses Jahrhunderts gefallen.
Noch nie seit 2000 wurden Diamanten so billig gehandelt, noch nie stand ihr Status als Wertobjekt so stark infrage wie heute.
Der Mythos vom ewigen Wert des Diamanten bröckelt – und zwar schneller, als die Branche reagieren kann.
Während Gold stabil bleibt und sogar profitiert, verlieren Diamanten kontinuierlich an Preis, Bedeutung und Vertrauen. Doch woran liegt dieser historische Absturz eines Edelsteins, der jahrzehntelang als Inbegriff von Luxus galt?
Über viele Jahre hinweg schien es, als wäre der Diamant über jeden Zweifel erhaben. Die Nachfrage war stabil, die Preise stiegen langsam, und der Mythos „Diamonds are forever“ funktionierte zuverlässig.
Doch seit einigen Jahren verändert sich der Markt dramatisch:
Die jüngsten Marktanalysen zeigen ein klares Bild:
2024/2025 markieren den Tiefpunkt der letzten 25 Jahre.
Preise, die einst konstant wuchsen, sind regelrecht eingebrochen.
Synthetische Diamanten sind:
optisch identisch
in großen Mengen verfügbar
bis zu 80 % günstiger
Damit fällt der wichtigste Wertfaktor des natürlichen Diamanten weg: die künstliche Verknappung.
Ausgerechnet die beiden wichtigsten Absatzmärkte kaufen weniger.
Die Kaufentscheidung verschiebt sich – weg vom Statussymbol, hin zu alternativen Luxusgütern.
Viele Großhändler melden:
wachsende Lagerbestände
geringere Margen
sinkende Handelsvolumen
Was früher ein begehrtes, knappes Gut war, wird zunehmend zu einem Markt mit Überangebot.
Die zentrale Frage lautet:
Wie konnte ein jahrzehntelang stabiler Markt in so kurzer Zeit derart abstürzen?
Es ist eine Kombination aus vier Kräften, die gemeinsam wirken:
Technologie (Labordiamanten)
Sie nimmt dem Diamanten seinen Prestigefaktor der „Seltenheit“.
Wechselndes Kaufverhalten jüngerer Generationen
Nachhaltigkeit, Preisbewusstsein und Transparenz werden wichtiger als Luxustradition.
Fehlende Preistransparenz
Verbraucher akzeptieren immer weniger Märkte, deren Preise im Wesentlichen durch Marketing bestimmt sind.
Makroökonomische Unsicherheit
In unsicheren Zeiten fließt Geld in echte Wertaufbewahrung – nicht in Schmucksteine.
Diamanten stehen also vor einem strukturellen Problem, das sich nicht mit Werbung korrigieren lässt.
Während Diamanten fallen, zeigt sich erneut, was historisch schon immer galt:
🔸 Gold ist kein Lifestyleprodukt – sondern ein Vermögensanker.
🔸 Gold hat einen realen Marktwert – weltweit, sofort und unabhängig von Trends.
🔸 Gold profitiert in unsicheren Zeiten – Diamanten verlieren in ihnen.
Gold muss sich nicht neu erfinden.
Es muss nicht glänzen wie ein Schmuckstein.
Es erfüllt einfach seit Jahrtausenden die gleiche Aufgabe: Werte sichern.
